Arbeitskreis Jugend

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Hier gibt es 2 Schwerpunkt: die Nachtwanderer Bremen Nord + Jugend und Alkohol

Nachtwanderer sind Erwachsene, die in kleinen Gruppen von vier bis sechs Personen Freitags und Samstags (Freitags nur im Sommerhalbjahr) zwischen 22.00 und 02.00 Uhr als Ansprechpartner für Jugendliche auf Straßen, Plätzen und an bei Jugendlichen beliebten Treffpunkten sowie in Bussen in Bremen-Nord unterwegs sind. Wir bieten Hilfe und Unterstützung, wenn gewünscht oder akzeptiert, in verschiedenen Situationen an und versuchen auf eskalierende Geschehnisse beruhigend einzuwirken. Wir wollen dazu beitragen, dass Jugendliche sich auch abends und nachts in der Stadt angstfrei bewegen können, zur Disco, zum Konzert, zu Freunden oder auf dem Weg nach Hause. Wir sehen unsere selbst auferlegte Aufgabe darin, den Jugendlichen unsere Unterstützung anzubieten, z.B. wenn sie sich von Anderen belästigt fühlen, wenn sie sich nicht nach Hause trauen, wenn sie kein Geld (mehr) dabei haben oder wenn sie einfach nur jemanden zum Reden brauchen. Anders ausgedrückt: Wir wollen möglichst dort präsent sein, wo andere Erwachsene sich nicht aufhalten oder einfach nur wegschauen, wenn sich Probleme anbahnen.

Wer mitmachen will, wird in speziellen Kursen auf seine Aufgabe vorbereitet, dazu gehören Deeskalationstraining und „Erste Hilfe“. Nachtwandern ist freiwillig und ehrenamtlich. Eine aktive Beteiligung erfolgt nur dann, wenn man Zeit und Lust hat.

Wer Interesse hat, kann die Nachtwanderer auf ihren monatlichen Treffen besuchen und sich umfangreich informieren. Die Treffen finden in der Regel am 3. Montag eines Monats um 19.30 Uhr im „Dünenwind“, dem Bewohnertreff der Wohnanlage „Grohner Düne“ in der Bydolekstr. 5 (ganz in der Nähe des Vegesacker Bahnhofs), statt. Herzlich willkommen!!

Die Termine für 2012 sind der 16.1., 20.2., 19.3, 16.4., 21.5., 18.6., 16.7., 20.8., 17.9., 20.8., 17.9., 15.10, 19.11. und 10.12.

Weitere Informationen auf der Homepage der Nachtwanderer.

Kooperationsprojekt  Jugend und Alkohol

Seit etwa 2009 kooperieren die Präventionsräte Schwanewede, Ritterhunde und Bremen-Nord zu dem Themenfeld Jugend und Alkohol, da dieses ein gemeinsames Anliegen ist und weil Jugendliche in ihrem Freizeitverhalten durchaus bereichsübergreifend agieren.

Immer wiederkehrende Meldungen über teilweisen extremen Alkoholmissbrauch durch Jugendliche und das sogenannte „Komasaufen“ veranlassten Vertreter der Präventionsräte darüber nachzudenken, wie man mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln in Bremen-Nord und seinem unmittelbaren Umland Jugendliche und Erwachsene für dieses Thema sensibilisieren könnte.

Die erste Maßnahme sollte dem Verkaufspersonal eine Hilfestellung gegeben werden, um den versehentlichen Verkauf von Alkoholika an nicht berechtigte jugendliche Kunden zu vermeiden.  Mit Sponsorengeldern wurden  „Altersdrehscheiben“ zur leichteren Feststellung des Lebensalters von jungen Kunden bei Ausweisvorlage sowie Plakate beschafft, die signalisieren, dass in dieser Verkaufststelle auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes geachtet wird.  Die Resonanz in Supermärkten und sonstigen Verkaufsstellen war überaus positiv.  Mit der Vorstellung in den lokalen Printmedien (z.B. Weser-Report vom 27.09.2009) wurde dieses Teilprojekt abgeschlossen.

Die nächste Aktion galt der Zielgruppe selbst.   Mit einem Theaterstück zum Thema (Alkohol-) Sucht, unter anderem gefördert durch den Förderverein Präventionsrat Bremen-Nord, an Schulen in Schwanewede, Ritterhude und Bremen-Nord, wurden etwa 1.000  Schülern spielerisch mögliche Konsequenzen  von Suchtmittelmissbrauch aufgezeigt.  Rückmeldungen bestätigten, das die Schauspieler überzeugt und zum Nachdenken angeregt hatten.  Dazu Das BLV vom 02.02.2011.

Das Kooperationsprojekt sollte auch anderen Räten Vorbild sein und wurde daher von Vertretern der Präventionsräte Schwanewede, Ritterhude und Bremen-Nord auf dem Deutschen Präventionstag 2011 in Oldenburg vorgestellt.  Interesse war da, bleibt nur zu hoffen, dass mehr Räte gemeinsame Anliegen formulieren und überregional Projekte entwickeln, um mit gebündelten Ressourcen eine breitere Wirkung zu erzielen.